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Über mich

Ich beschäftige mich in meiner künstlerischen Arbeit schon sehr lange mit dem Sehnsuchtsbegriff, insbesondere mit dem Fernweh. Immer wieder zieht es mich daher in die Ferne, um fremde Länder und Kulturen kennenzulernen. Ob exotische Blüten, zauberhafte Meereslandschaften, berührende Persönlichkeiten, tierische Begegnungen oder „magic moments“ - alles wird zum Motiv, was meinen Vorstellungen von Fernweh und Ästhetik entspricht.
Mit kontrastreichen, kräftigen Farben male ich hochrealistisch, sehr detailliert, aber auch teilweise frei und malerisch und lenke so den Blick des Betrachters auf das, was mir am wichtigsten erscheint.
Nach einer Balireise im Jahr 2013 entstand eine größere Serie Offerings*
). Sie sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern haben mich auch deshalb so fasziniert, weil ich immer das Gefühl hatte, dass sie einen Blick in die Seele der Balinesen, deren Wünsche und Sehnsüchte erahnen lassen.
2016/17 unternahm ich eine elfmonatige Weltreise mit dem Rucksack rund um den Erdball. Von Neuseeland, Thailand, Laos, Kambodscha, Indien und Südafrika, ging es über den Atlantik auf die Bahamas, nach Kuba, Jamaika, Florida und New York. Beendet habe ich meine Reise auf Hawaii. Die unzähligen Eindrücke der Länder, Menschen und Kulturen habe ich vor Ort wie immer mit meiner kleinen Kamera und in Tagebüchern festgehalten. Nun freue ich mich, diese künstlerisch umzusetzen
und so die Besucher meiner Ausstellungen an meiner Reise teilhaben zu lassen.

*) Offerings (Gabenkörbchen)
Auf Bali werden täglich bei der Morgenzeremonie sogenannte “Offerings”, auch „Canang Sari“, dargebracht. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der balinesischen Hindu-Kultur und symbolisieren eine Form der Dankbarkeit gegenüber den Göttern. Die Opfergaben auf dem Boden sollen Dämonen milde stimmen, damit sie bleiben, wo sie niemanden stören. Allgemein sollen die Gaben das Gleichgewicht und den Frieden auf Erden aufrechterhalten, zwischen Gut und Böse, zwischen Göttern und Dämonen, zwischen Himmel und Hölle.

Vor den Haustüren, den Familientempeln, vor den Shops und Boutiquen, an Straßenkreuzungen, an der Rezeption eines Hotels und auch in Bussen und Taxen sieht man überall aus Palmblättern geflochtene Körbchen mit Blüten und Blättern. Zusätzliche Gaben wie Reiskörner, Öl, Salz, manchmal auch Zigaretten, Geld, Früchte oder süße Leckerbissen demonstrieren Selbstlosigkeit. Jedes Objekt im Korb hat seinen spezifischen Platz und ehrt einen bestimmten hinduistischen Gott. Ist der Canang Sari fertig, wird ein Weihrauch-Stäbchen angezündet, Weihwasser mit einer Blume darüber verteilt und ein Gebet gesprochen, während der Rauch die Botschaft an die Götter und Dämonen davonträgt. Sobald das Räucherstäbchen abgebrannt ist, hat das Offering seinen Sinn erfüllt und dient fortan wieder irdischen Zwecken, zum Beispiel als Futter für Tiere.
Balinesische Opfergaben kosten nicht nur enorm viel Zeit, Mühe und Geld. Indem die Menschen etwas von sich in ihre Kreationen stecken, bieten sie den Göttern auch ihre Lebensenergie und Zeit an.
Eine selbstlose Handlung in einer sich selbst erfüllenden Welt.

„Wer mir mit Hingabe ein Blatt, eine Blume, eine Frucht oder Wasser anbietet; Dieses Opfer der Liebe, des reinen Herzens nehme ich an. “ (Lord Krishna)